Bericht 1 Sophie Orewa, Nordinsel Ich habe in der Tat schon Einiges erlebt und die Zeit bis jetzt ist unglaublich schnell vergangen. Mit der Gastfamilie läuft es super, die ist wirklich sehr nett. Zwischendurch waren auch zwei japanische Mädchen da, die nur für zweieinhalb Wochen geblieben sind, das war eine tolle Zeit. Wir haben viel kulturellen Austausch betrieben, zum Beispiel indem ich einmal ein deutsches Abendessen gekocht habe und am nächsten Tag den Japanerinnen geholfen habe, etwas Japanisches zu kochen. Wir waren dann auch öfter mit der Gastfamilie unterwegs und haben vor allem Strände in der Nähe besucht, was sehr schön war. In der Schule läuft es auch gut, auch wenn es sehr anders ist. Ich habe mich dazu entschieden, Fächer zu nehmen, die ich in Deutschland nicht habe, und zwar, neben meinem Englischkurs, Mechatronics, Hospitality, Earth and Space Science, Photography und New Zealand Experience. Natürlich sind nicht alle Fächer perfekt gewählt, Photography und Earth and Space Science finde ich jetzt nicht so spannend, aber man lernt zumindest viele neue Dinge. Was im Moment tatsächlich nicht so gut läuft, ist Anschluss zu finden. Die Situation mit den anderen internationalen Schülern ist ein wenig kompliziert, da sich viele Gruppen gebildet haben und ich nicht wirklich in einer dieser Gruppen bin, also noch keine enge Freundschaft mit den anderen aufbauen konnte. 29Das überschattet das Ganze momentan ein wenig, aber ich hoffe, dass sich das noch bessert. Und mit einer Person komme ich auch sehr gut klar. Parallel versuche ich, Kontakt mit den neuseeländischen Schülern aus meiner Englischklasse aufzubauen, vielleicht klappt ja das. Die Orientierungstage in Auckland waren interessant, wir haben ja viele verschiedene Dinge gemacht und es war sehr abwechslungsreich. Bloß waren wir natürlich alle sehr müde vom Flug. Bericht 2 Nun ist bereits die Hälfte meiner Zeit in Neuseeland verstrichen. Nach wie vor geht alles viel zu schnell, aber irgendwie auch nicht. Die Tage rasen geradezu an einem vorbei. Wenn ich aber zurück auf den Moment blicke, an dem ich mich am Flughafen von meiner Familie verabschiedet habe, kommt er mir ewig weit weg vor. Vermutlich, weil ich mich mittlerweile schon ziemlich an mein Leben hier gewöhnt habe. Es fühlt sich ganz normal an, jeden Tag in die neuseeländische Schule zu gehen, bekannte Gesichter zu treffen und nachmittags vielleicht noch einige Aktivitäten zu unternehmen. Beispielsweise gehen wir oft an den Strand, um Volleyball zu spielen, manchmal fahren wir aber auch mit dem Bus zu Aktivitäten wie Bowling, Laser Tag oder ins Kino. Das „normale Leben“ hier bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht auch mein richtiges Zuhause vermisse. Vor allem in Momenten, in denen es mal nicht so gut läuft, und davon gibt es genügend, denke ich an meine Freunde und meine Familie aus Deutschland. Man kommt jedoch darüber hinweg. Ich versuche mich nicht nur auf das Vermissen zu fokussieren, sondern auch auf die Personen und schönen Erlebnisse, die ich hier habe und von denen es ebenfalls unglaublich viele gibt. Ich denke dabei zum Beispiel an den Karateunterricht mit meiner Freundin, der mit viel Lachen verbunden ist oder den entspannten Englischunterricht mit den Neuseeländern. Außerdem geht die Zeit, wie vorhin schon festgestellt, sowieso sehr schnell vorbei. Das wird mir immer deutlicher bewusst, schließlich habe ich nur noch drei Wochen richtige Schule übrig, dann folgt ein dreiwöchiges Programm für die internationalen Schüler, da die Neuseeländer ihre Prüfungsphase haben und drauf folgt dann nicht wirklich etwas. Ich möchte damit sagen, dass die Zeit, vor allem die mit den neuseeländischen Schülern, sehr begrenzt ist. Wer darauf bedacht ist, viele Kontakte zu Neuseeländern zu knüpfen, für den ist es sinnvoll, sich von vorneherein darauf zu konzentrieren oder vielleicht auch in den Terms eins und zwei, statt drei und vier zu kommen, einfach weil es dort mehr Tage in der Schule, weniger Prüfungen für die Neuseeländer und weniger Trips für die Austauschschüler gibt im Nachhinein wäre das auch für mich die bessere Entscheidung gewesen, denn man hat mehr von seinem Auslandsjahr. Andererseits ist es für die deutsche Schullaufbahn natürlich besser, die Terms drei und vier zu wählen. Dort versäumt man nämlich nicht einmal das erste Halbjahr ganz. Es ist eine Sache des Abwägens und kommt ganz darauf an, was man mit seinem Auslandsaufenthalt eigentlich will. Und wer gleich ein ganzes Jahr bleibt, hat das Problem ja ohnehin nicht. Ich befinde mich jetzt also seit wenigen Tagen in Term vier des neuseeländischen Schuljahres. Zwischen Term drei und Term vier hatte ich zwei Wochen Ferien, die ich auch gut genutzt habe, und zwar mit einer Südinseltour. 30Das ist etwas, was ich absolut jedem, der sein Auslandsjahr in Neuseeland verbringt und lange genug bleibt, empfehlen würde. Ich habe innerhalb von elf Tagen so viele schöne Orte gesehen, wie nie zuvor. Und auch einmalige Erfahrungen, wie das Schwimmen mit Delphinen oder eine Übernachtung auf einem Boot in einem der abgelegensten Fjorde Neuseelands waren Teil der Tour. Außerdem ist es eine weitere Möglichkeit, um viele neue Gesichter kennenzulernen, oder auch alte wiederzutreffen. Die letzten drei Monate waren also eine sehr ereignisreiche Zeit, auch wenn sich mittlerweile eine gewisse Routine und ein Gefühl von “Alltag” entwickelt haben. Ich werde nun versuchen, den Rest meines Auslandshalbjahres bestmöglich zu genießen. Bericht 3 In diesem Moment sitze ich im Flugzeug, zurück auf dem Weg nach Deutschland. Mein Auslandsjahr ist somit offiziell vorbei und ich muss sagen, ich bin wirklich traurig über diese Tatsache. Es war ein halbes Jahr voller Aufregung, neuer Erfahrungen, neuer Orte und vor allem neuer Menschen, die ich mittlerweile zu guten Freunden zählen kann. Es hat zwar etwas gedauert, die richtigen Personen zu finden und der Weg bis dahin war nicht immer einfach, aber es hat sich alles zum Guten entwickelt. Alles braucht seine Zeit und wenn es dann einmal so weit ist, ist dieses Auslandsjahr eine wirklich tolle Erfahrung. Die Höhen und Tiefen gehören einfach dazu, wie bei vielen Dingen. Aber vor allem an den Tiefen wächst man. Man reflektiert sich selbst mehr und entwickelt sich weiter. Viele Leute, vor allem Freunde von zu Hause fragen oft, ob ich irgendeine Veränderung bemerke, sei es auf meine Englischkenntnisse oder auf meine Persönlichkeit bezogen. Zu ersterem kann ich sagen, eine Veränderung ist definitiv da. Mein Englisch ist viel flüssiger geworden, ich kann um einiges besser kommunizieren und die Sprache verstehen, ohne viel darüber nachdenken zu müssen. Es fühlt sich manchmal wie eine zweite Muttersprache an, was ziemlich cool ist und mich als ehemaligen Englischhasser selbst überrascht. Ich muss dazu aber sagen, dass ich diese Entwicklung erst nach ungefähr vier Monaten bemerkt habe und je mehr Zeit dazugekommen ist, desto besser ist es geworden. Fünf Monate sind da dann doch recht kurz, im Nachhinein hätten sich auch acht Monate für mich gelohnt. Zur Persönlichkeitsveränderung kann ich noch nicht wirklich viel sagen. Ich habe dennoch das Gefühl, dass ich mich weiterentwickelt habe, vor allem im Umgang mit anderen Menschen, aber auch damit, wie ich mich selbst sehe. Das ganze Auslandsjahr hat ziemlich geholfen, eine eigene, unabhängige Persönlichkeit zu entwickeln. Zumindest empfinde ich das so und ich hoffe sehr, dass ich das mit nach Deutschland nehmen kann. Aber nicht nur diese Sache nehme ich mit; auch ein ganzes halbes Jahr voller Erinnerungen und Erlebnisse und das würde ich auf keinen Fall missen wollen. Vor ein paar Jahren habe ich einmal einen Satz gelesen, der mir sehr geholfen hat, diese große Entscheidung ob Auslandsjahr, ja oder nein zu treffen: „Wer mit dem Gedanken spielt, ein Auslandsjahr zu machen, der sollte es auf jeden Fall tun.“ Das kann ich nur weitergeben. Auch wenn es am Anfang schwergefallen ist, umso schöner war es am Ende und deshalb fliege ich gerade nach Hause, traurig, dass alles vorbei ist, aber glücklich, dass ich es erlebt habe.
Name: Fiona
Ich bin bald bereits 3 Monate hier in den USA. Ich habe schon
viel mit meiner Gastfamilie erlebt. Am Wochenende machen wir immer was
zusammen. Ich habe bereits zwei deutsche Gerichte für sie gekocht und nächste
Woche koche ich ein weiteres.
Name: Helena
Ich wollte nun auch einmal ein Update geben wie mein Auslandsjahr so abläuft.
Ich habe mich tatsächlich unglaublich schnell hier eingelebt. Ich habe mich sofort
sehr gut mit meiner ein Jahr älteren Gastschwester verstanden.
Name: Malin
Mein Jahr in Minnesota könnte gar nicht mehr meinen Erwartungen entsprechen! Ich
habe eine unfassbar tolle Gastfamilie die ich mittlerweile schon zu meiner richtigen
Familie zähle. Wir unternehmen viel zusammen und sie probieren mir so viel von der
Gegend hier zu zeigen wie möglich.
Name: Sophie
Ich habe in der Tat schon Einiges erlebt und die Zeit bis jetzt ist unglaublich schnell vergangen. Mit der Gastfamilie läuft es super, die ist wirklich sehr nett. Zwischendurch waren auch zwei japanische Mädchen da, die nur für zweieinhalb Wochen geblieben sind, das war eine tolle Zeit.
Name: Lilian
Hier ist mein Update, wie es mir nach vier Monaten in meinem Auslandsjahr in Mississippi geht. Ich verstehe mich super gut mit meiner Familie. Ich hatte mich gefragt, wie es sein wird zwei kleinere Geschwister zu haben, da ich in meiner deutschen Familie die Jüngste bin.
Name: Johanna
Meine Anreise nach Kanada verlief reibungslos. Der Zubringerflug nach Frankfurt war zwar sehr früh, aber so hat alles gut geklappt. Der Flug von Frankfurt nach Vancouver war angenehm – so angenehm wie ein langer Flug halt eben sein kann.